.
Posts mit dem Label Senfblog werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Senfblog werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 5. September 2012

VORHANG AUF


Liebe Freunde und Freundinnen,
Leser und Leserinen, liebe fehlgeleitete GooglerInnen,

Der Senfblog ist Umgezogen! Ihr findet uns jetzt in neuer Pracht, altgewohnter Qualität und unerwarteter Regelmäßigkeit unter www.senfblog.info

Denkt dran!: Eure Kommentare sind mit uns umgezogen, hier auf Blogspot hört euch also niemand mehr zu. Gebt unserer neuen Seite eine Chance und schaut direkt mal vorbei.

Wir freuen uns auf euch (Naja auf einige)
Beste Grüße, euer SenfblogTeam



Donnerstag, 8. März 2012

Dienstag, 28. Februar 2012

Gauck soll heiraten! Online-Petition folgt...


Das nervige Gezeter um die Deutungshoheit in Sachen Gauck nervt schon seit Wochen. Ständig geht es darum wo Joachim Gauck was gesagt hat, wie er es gesagt hat und in welchem Kontext seine Worte fielen. Kontext, verdammt nochmal, welcher Kontext? Und wen interessiert überhaupt irgendein Kontext?

Viel interessanter sind doch die Leute, die über Gauck reden, und sich für die wirklich wichtigen Themen stark machen. So fordert zum Beispiel Norbert Geis (CSU), dass Joachim Gauck doch bitteschön schnellstnötig den nächsten Traualtar suchen sollte.

Denn wenn er das nicht täte, und mit einer „wilden Ehe“ in den Präsidentenpalast einziehen würde, dann würde es bestimmt Donner und Blitze über Berlin hageln. Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht. Vielleicht wäre Gott dann der eigentliche Depp vom Dienst?

Überaus interessant ist auch das Gesicht von Norbert Geis (s.o.). Versteckt sich da nicht eine bislang geheime Verwandtschaft zum bayrischen Steh-auf-Männchen Edmund Stoiber? Besonderes Merkmal ist hier die CSU-Nase der beiden Politiker. Verwunderlich ist dabei, warum aus solchen Verwandtschaftsverhältnissen immer so ein Hehl gemacht wird? Sind die Bayern in Sachen familiärer Fortpflanzung nicht geradezu liberal? Hier noch mal der direkte Vergleich:




Voller Hoffnung wird der Senfblog dieser Tage die Medienberichterstattung um Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt verfolgen. In einer E-Mail hatten wir die alles entscheidende Frage gestellt, die sicherlich allen investigativen Medienvertretern dem ganzen Volk unter den Nägeln brennt:


„Wie läufts eigentlich so im Bett, Herr Gauck?“


P.S. Eine Online-Petition für die Gauck-Hochzeit wird morgen auf dieser Webseite veröffentlicht!

Dienstag, 21. Februar 2012

Skandal um Pundespräsidenten in spe


Skandal um Präsidentschaftskandidaten Joachim Gauck! Er lebt seit mehreren Jahren in einer Beziehung zu einer Frau und ist immer noch nicht verheiratet! Während Freunde des Paars, das von der Presse auch gerne als „Der Joachim und seine Daniela“ bezeichnet wird, zunächst einmal froh sind, dass Gauck überhaupt eine „Olle abbekommen“ hat, scheinen sie über die heidnische Vereinigung der beiden „Turteltauben“ weniger begeistert zu sein.

Auch der Papst hat sich bereits eingeschaltet und die Beziehung Gaucks zu Daniela Schadt aufs Schärfste verurteilt. Das Liebesleben eines zukünftigen Bundespräsidenten sei äußert wichtig für sein Amt und in diesem Zusammenhang wäre eine nichteheliche Beziehung zu einer Frau die keine Jungfrau mehr ist „mehr als eine Schande für das christliche Deutschland.“ Die großen Worte eines Kleider tragenden Männchens sind allerdings nicht die einzige Form von Kritik, welcher Gauck dieser Tage ausgesetzt ist.

Stimmen aus der SPD, die ihren Wunschkandidaten Gauck bislang nur in den höchsten Tönen lobten, üben auf einmal vor allem Kritik an der äußeren Erscheinung von Daniela Schadt, die zwar fast blond ist, aber einer Bettina Wulff in keinster Weise die Brüste reichen könne. Auch wenn Daniela Schadt gern Bücher liest, Fahrrad fährt und klassische Musik hört, "macht sie einem hammergeilen Gerät wie Bettina Wulff keine Konkurrenz", so der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Die härteste Forderung der Kritiker sei eine Trennung der beiden Liebenden zum Wohle des Präsidentenamtes. Denn in letzter Konsequenz könne selbst der bekannteste deutsche Schönheitschirurg, Prof. Dr. Mang, nichts an dem anatomischen Drunter-und-drüber Daniela Schadts retten. Zudem ließen eine Schönheits-Op und deren Finanzierung höchstwahrscheinlich neue Spekulationen um die finanzielle Verstrickung und Vetternwirtschaft des Bundespräsidenten in spe aufkommen.

Natürlich wäre eine mildere Lösung des Dilemmas denkbar, indem man der praktizierenden Journalistin eine verminderte Intelligenz im Zusammenhang mit ihren familiären Wurzeln nachweisen könnte. Das Lexikon von Spezl Thilo Sarrazin würde dafür den ersten Anlaufpunkt bieten. Würde sich eine genetisch bedingte Intelligenzschwäche bei Daniela Schadt nachweisen lassen, wären ihre Problemzonen vor der Berichterstattung der Medien in Sicherheit gebracht. Eine Frage bleibt trotzdem: Wohin damit?

Samstag, 18. Februar 2012

Gedanken(!)gut

Joko und Klaas wird neuer Bundespräsident

Freitag, 17. Februar 2012

Dienstag, 7. Februar 2012

Verkehrte Welt

Herrmann freut sich über jeden neuen Erwerb. Von Hause aus hat Herrmann gelernt, was es heißt, glücklich zu sein. Jeder neue Kaffee, jeder neue Latte macchiato erweitert seinen Horizont. Jeder neue Handyvertrag bringt ihm ein neues Handy, das noch mehr kann und noch mehr anerkannt wird als das alte. Wenn sein Vertrag ausläuft, dann bekommt Herrmann für nur einen Euro, oder dreißig Euro, oder fünfzig Euro ein neues Handy.

Doch richtig glücklich ist Herrmann erst wenn er vor seinen Freunden mit seiner Erfahrung mit Latte macchiato prahlen und sein neues, wahrscheinlich sechzehntes Mobilfunkgerät vorzeigen kann: „Seht mal her, ich hab mir diese neue App runtergeladen, mit der ich ganz einfach mein Urinbild untersuchen kann.“

„Was?“ fragt Michael, der ergonomische Klobrillen für reiche Ärsche übers Internet verkauft, „welches Modell ist das denn?“

Doch da hat Herrmann schon in sein Bierglas uriniert. Als er das halbvolle Bierglas auf den Tisch stellt, beugt sich die Runde neugierig über das Glas mit Herrmanns Pisse drin. Außer Michael sitzen dort noch Eva mit dem Burnout-Syndrom und Sophie, die ihren kleinen Hund Kevin mitgebracht hat. Kevin sitzt in seiner Hundetasche und ist der einzige, der nicht über die Tischkante sehen kann, wo Herrmanns Bierglas steht. Trotzdem schnüffelt Kevin aufgeregt und wackelt mit seinem Hundeschwanz, was allerdings keiner bemerkt, denn Kevin steckt ja in einer Tasche.
Wie verrückt muss es sein, als Hund einen halben Liter frischen Urin zu schnuppern und dabei in einer Tasche für Hunde gefangen zu sein? Das kann sich keiner der vier Freunde vorstellen.

„Du hast heute genug Flüssigkeit zu dir genommen, Herrmann!“, bemerkt Eva, die das Glas mit Herrmanns Pisse sehr genau unter die Lupe nimmt. „Dein Urin ist schiergar durchsichtig, Herrmann!“, schiebt sie fachmännisch hinterher, nachdem Herrmann ihr nicht antwortet.

„Ja, ich habe tatsächlich viel getrunken. Ich trinke immer viel. Das kommt daher, dass ich als Kind einmal ins Krankenhaus gekommen bin, weil ich eine Zeit lang zu wenig getrunken hatte. Ich bekam zuerst ganz schreckliches Bauchweh und als ich eine ganze Nacht lang vor Schmerzen nicht schlafen konnte, brachten mich meine Eltern in die Notaufnahme.“

„Da hast du ja Glück gehabt“, meint Eva. „Ich trinke immer zu wenig. Also ich finde das mit dem Krankenhaus gar nicht so schlecht. Du kannst eigentlich froh sein, dass dir sowas passiert ist! Jetzt achtest du wenigstens auf deinen Wasserhaushalt!“

„Ich trinke auch viel zu wenig“, wirft Michael ein.

Dann meldet sich auch Sophie zu Wort: „Ja ich auch. Mein Arzt sagt mir immer, ich solle zwei bis vier Liter pro Tag trinken. Aber ich schaffe im Schnitt nur anderthalb Liter. Ich habe einfach nicht so viel Durst!“

„Ja das kenne ich gut. Aber da muss man einfach den inneren Schweinehund überwinden!“

„Richtig“, sagt Herrmann.

„Richtig“, sagt Eva, die aufgeregt an ihren Fingernägeln knabbert. „Komm schon Herrmann, zeig uns was deine neue App kann!“

Daraufhin nimmt Herrmann sein Handy in die Hand und fängt an Fotos von dem Glas mit Pisse zu machen. Weder Sophie noch Kevin kriegen ihre Mäuler geschlossen. Während Kevin allerdings nur auf den Geruch des Urins abgeht, ist Sophie fasziniert von der modernen Technik, die es scheinbar möglich macht, Pisse in Daten zu verwandeln.

„Scheiße, da tut sich nix...“, murmelt Herrmann, nachdem er das zehnte Foto von seiner Pisse im Glas gemacht hat. Langsam werden alle Beteiligten ein wenig ungeduldig.

„Da hast du dir aber einen schönen Scheiß andrehen lassen, Herrmann“, sagt Sophie, und lächelt ihm dabei höhnisch zu.

„Ja“, kommt es von Eva, „einen schönen Scheiß.“

„Vielleicht musst du es auch einfach reinstecken“, meint Michael, der kreative Scheißhausdesigner.

„In das Glas reinstecken?“

„Ja, warum denn nicht? Das funktioniert bestimmt über einen Sensor!“

„Hm... ja okay, warum nicht?“ Schließlich wollen alle Herrmanns Urinbild analysiert wissen.

Also tunkt Herrmann sein Handy in das Bierglas. Die Runde wartet gespannt auf irgendein Zeichen.

„Ich würde es vorsichtshalber mal ganz reinstecken!“, sagt Michael nach zwei Minuten andächtigen Schweigens. „Wer weiß schon wo genau der Sensor sitzt?“

Recht hat er. Und so lässt Herrmann sein Handy in das Glas gleiten. Ein wenig Pisse spritzt dabei auf den Tisch und seine Hand. Doch die anderen lassen sich davon nicht irritieren. Und während Herrmann seine Pisshand am Hosenbein trocknet und der ganze Tisch auf ein Bierglas starrt, in dem sich ein halber Liter Urin von Herrmann und sein neuestes Handy befinden, schlägt Kevin verzweifelt seine Pfoten über dem Kopf zusammen.

Samstag, 28. Januar 2012

Occupy Weltuntergang 2012

Die sogenannte Occupy-Bewegung zählt zweifellos zu einer neuen, modernen Form des politischen Protests. Aus der ersten, weltweit bekannt gewordenen „Occupy-Wallstreet“- Gruppe bildeten sich in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche Ableger, wie zum Beispiel die „Occupy Frankfurt“- Gruppe, „Occupy Uni“ oder „Occupy Friseursalon Rodemich“.

Die Occupierenden, wie sie sich selbst nennen, haben aus gegebenem Anlass – wir schreiben das Jahr des totalen Weltuntergangs – eine neue Gruppe gegründet. Die „Occupy Weltuntergang 2012“-Bewegung protestiert gegen den bevorstehenden Weltuntergang am 21.12.12. Die Redakteure vom Senfblog haben die Demonstranten im kalten, vorapokalyptischen Januar an der Humboldt-Universität in Berlin besucht. Bisher haben sich bereits mehrere Arbeitsgemeinschaften gegründet, die dem Weltuntergang mit List und Know-How entgegenwirken wollen. Tim und Franzi von der AG „Öffentlichkeitsarbeit“, schildern ihre Beweggründe für den Protest: „Naja, also es ist ja völlig klar, dass die Mayas unsere Welt in den Abgrund reißen wollen, wegen dem ganzen Gold, das die Kapitalisten ihnen gestohlen haben. Und wir wissen, dass es für diesen Konflikt nur eine Lösung gibt: ZIEHT DEN MAYAS DIE LEDERHOSEN AUS; LEDERHOSEN AUS; LEDERHOSEN AUS!“, so die 23-jährige Franzi.
„Und außerdem wär es ja ziemlich schlecht wenn die Welt auf einmal nicht mehr da wäre. Oder?“, ergänzt Tim, der gerne zeltet und entkoffeinierten Kaffee trinkt. Auf eine Nachfrage bezüglich der Lederhosen bekamen unsere Redakteure an diesem Tag leider keine Auskunft mehr. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte bereits Lukas von der AG „Wilde 13“ ge-mic-checkt und somit das Rederecht erhalten.

Der Kampf gegen den internationalen Weltuntergang erscheint durchaus nicht aussichtslos. Unterstützung bekommt die Occupy-Bewegung nämlich durch Prominente wie Thomas Gottschalk, der gerade seine neue Sendung „Gottschalk live“ im Ersten gestartet hat und überhaupt nicht einsieht, warum er gleichzeitig mit allen Normalsterblichen untergehen soll. Ähnlich hoffnungsvoll reagierte Nostradamus auf eine E-Mail-Anfrage des Senfblogs: „Ob jetzt 2012 oder 2022. Das macht den Kohl auch nicht fett!“

Insgesamt bleibt abzuwarten wie sich die Protestbewegung im laufenden Jahr entwickeln wird. Mit Spannung erwartet die Welt eine Stellungnahme des Papstes, der sich bisher nur über seinen Pressesprecher für den Bau einer sogenannten "Arche" ausgesprochen hat.

Dienstag, 24. Januar 2012

Und sonst so?


Fundort: Schloßstraße, Berlin und Internet

Donnerstag, 12. Januar 2012

Gedanken(!)gut

Deutschland hat einen neuen Bundespräsidenten! Lothar machts.

Freitag, 6. Januar 2012

So Gelaber

Was ist schlimmer als Schweigen? Kalter Kaffee und plärrende Kinder bestimmt. Hipsterjungen und Italien? Mit Sicherheit. Aber das Allerschlimmste sind Leute, die einfach zu viel labern. Man trifft sie überall und das ist auch kein Wunder. In der U-Bahn und auf dem Gehsteig, in Gebäuden und im Fernsehen. Da wird gelabert und gelabert – ohne Punkt und Hirn. Da war sogar mal so ein Typ und der hatte irgendeinen Namen. Allerdings war der Name nicht so geläufig. Auf jeden Fall war der Typ irgendwann tot. Allerdings nicht wegen seiner Laberei, sondern weil er einfach zu viel soff.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Wursttoast

Ich bin neu eingezogen und da liegt diese Wurst im Kühlschrank. Wurst an sich ist schon mal nicht schlecht. Eine Woche lang auf Wurst verzichten oder eine Woche lang nicht Scheißen? Ich weiss ziemlich sicher, dass ich beides nicht könnte. Jedenfalls liegt da diese verfickte Wurst. Wenn ich den Kühlschrank aufmache, lacht sie mich an. Wenn ich die Tür schließe und sie wieder aufmache, liegt die Wurst immer noch da. Dann mache ich die Tür zu, will gerade raus gehen und denke plötzlich an Jörn. Der Typ ist mein neuer Mitbewohner. Und dem gehört die Wurst aus dem Kühlschrank.

Wie sie da unverschämt rumliegt, im obersten Fach; direkt hinter Lisas Toastbrot. Lisa ist meine Mitbewohnerin. Lisa legt ihr Toastbrot in den Kühlschrank.
Lisa macht Yoga und hasst Würste. Ziemlich bescheuert, denke ich. Und dann denke ich: warum nicht? Ich ziehe die Kühlschranktür auf und greife nach der Wurst. Ich öffne das Toastbrot und benutze Lisas Toaster. Beim Anschneiden der frischen Wurst zögere ich kurz und scheiße dann drauf: ich schneide mir einen großen Batzen zurecht. Weil es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass sich Lisa ebenfalls ein fettes Stück von Jörns Wurst reindrückt, vergewaltige ich das Vegetarier-Toast mit Jörns totem Tier. Schmeckt ganz okay; ist halt ne Wurst auf Toast.

Danach schneide ich mir ein zweites Stück ab und lege mich pennen, nachdem ich mir das Stück von der Wurst reingedrückt hab. Darauf geschissen was irgendwer sagen könnte wegen der Fleischwurst. Jörn frisst eh zu viel Wurst und Lisa scheißt aus Überzeugung drauf. So wie ich.

Am nächsten Morgen stehe ich dann auf. Kurz nach dem Aufstehen denke ich nie über Würste nach, weil ich früh morgens eigentlich keinen Hunger hab. Der erste Gedanke treibt mich dann ins Bad, wo ich mir mit meiner Zahnbürste die Mundfäule wegschrubbe. Weil es irgendwie komisch schmeckt und Jörn schon aus dem Haus ist, denke ich als nächstes an die Wurst. Jetzt ne schöne Kippe mit Wurst und damit vor den Fernseher. Fernsehen und Wurst – auch nicht schlecht.

Lisa schläft mal wieder mit Manuel. Lisa hat also ihren Fickkumpel da. Und ich hab die Wurst. Deshalb mache ich erst mal die Glotze an. Frühstücksfernsehen, aha. Da hält mich nix und schon stehe ich vor dem Kühlschrank. All die lächerlichen Bildchen und Aufkleber auf dem Kühlschrank haben mir gar nichts zu sagen. „Vegan is sexy!“ steht da. Lisa hat vor kurzem das Bad geputzt und Jörn die Küche. Sowas steht auch da. Lisa, haha, diese bekloppte Wurstfaschistin. Und bei Jörn denk ich eh nur an Wurst oder muss
gähnen.

Zum Glück kann so ein Kühlschrank über den Inhalt hinwegtäuschen und so liegt die Wurst als ich hineingucke an ihrem rechtmäßigen Platz: ganz oben und recht frisch. Als ich gähne, denke ich sofort an Jörn, der mir wegen seiner blöden Wurst auf den Sack gehen könnte: „Das is meine Wurst. Du hättest ja wenigstens mal fragen können!“
Scheiß auf dich Jörn, das dunkle Stück am Anschnitt magst du doch eh nicht. Also schneide ich mir ein großzügiges Stück ab und scheiß drauf was Jörn sagt.

Ich weiß noch, dass das eine Weile so weiterging. Jörn hat dann irgendwann drauf geschissen und ne neue Wurst gekauft.

Freitag, 23. Dezember 2011

Der letzte Scheiß

Rauchend sitzt er auf der Schüssel. Mit den Ellenbogen stützt er sich auf seinen Knien ab. Er starrt an die weiße Wand. Dann drückt er die Kippe aus, atmet tief durch und greift zur Papierrolle. Eins, zwei, drei Blatt, einmal falten und wischen... Sein Mittelfinger durchbricht das zweilagige Scheißpapier. „Scheiße“, zu viel Druck und zu wenig Lagen. Er zündet sich ne Kippe an. Nach zwei Zügen legt er sie beiseite. Den Scheißfinger wischt er am Handtuch ab, riecht dran und greift wieder zur Rolle. Eins, zwei, drei, einmal falten, diesmal mit weniger Druck beim wischen. Das Papier hält. Aber es klebt richtig viel Scheiße dran. „Scheiße“, sagt er, wirft das Papier in die Schüssel und zieht an seiner Zigarette. Dann greift er wieder zur Papierrolle. Eins, zwei, drei, einmal falten. Das Papier hält. Doch es klebt immer noch massig Scheiße dran. „Kacke“, denkt er sich, legt das Papier beiseite. Er zieht noch einmal kräftig an seiner Kippe und wirft sie ins Klo. Dann reißt er hastig an der Papierrolle: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht ... packt den Papierhaufen mit beiden Händen und knüllt ihn zusammen. Dann wischt er sich wie ein Besessener den Arsch ab: Eins. Zwei, drei, vier, fünf. Und es schmiert immer noch. Mit der anderen Hand tastet er nach seiner Kippe aber streift nur das Klopapier mit viel Kacke dran. „Scheiße“, sagt er, „mir reichts.“ Er wirft das Knäuel ins Klo, zieht an der Spülung und wäscht sich die Hände mit Wasser. Wütend reißt er die Tür auf, denn er weiss jetzt schon, dass er gleich nochmal zum Nachputz antreten muss. Dann steigt er ins Bett zu seiner Süßen und kuschelt sich an ihren fetten Arsch. Sie ist schon wieder eingeschlafen. Ach du Scheiße...

Montag, 19. Dezember 2011

Ein Land trauert: Rumpelstilzchen bei lebendigem Leib gestorben!


Die Menschen in Nordkorea sind fassungslos: Gestern tanzte ihr Chefe noch wütend ums Feuer und heute liegt er bereits steif und in Klopapier eingewickelt im endgültigen Sarg. Was viele nicht wissen: Rumpelstilzchen war Choleriker und alkoholabhängig, weshalb er ständig mit Atomwaffen drohte. Seine „Achse des Bösen“ zusammen mit Irak und Iran, hielt die westliche Welt jahrelang in höchster Alarmbereitschaft.

Nicht nur aufgrund des Alkoholverbots im eigenen Land und seiner Leidenschaft zur Flasche bleibt der „Führer“ eine ambivalente Persönlichkeit – auch jetzt noch. Rumpelstilzchen überzeugte stets als kühler Stratege und Planer, der abgebrüht wie selten einer zu verhandeln wusste und abgeschottet von der Welt eine gut ausgerüstete Militärdiktatur erschuf. Das Land bezeichnet sich selbst zwar als „Volksrepublik“, ist aber wie kein anderes durchsetzt mit schiesswütigen Alkoholikern und NordkoreanerInnen.

Vor seinem plötzlichen Tod durch Explosion soll der Diktator folgende Worte an seinen Sohn und Nachfolger Kim Jong-Un gerichtet haben: „Heute back ich, morgen brau ich,übermorgen hol ich der Königin ihr Kind; ach, wie gut dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Was er damit meinte, ist bis dato unklar. Weder gibt es in Nordkorea eine Königin, noch hätte diese ein Kind. Und wer heißt eigentlich Kim Jong-Un? Was bleibt ist ein Land, das in unendlicher Trauer um seinen geliebten Herrscher noch tiefer ins Glas guckt als sonst. Die Erinnerung lebt: Rumpelstilzchen ging wie es auf diese Welt kam – richtig aggro.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Willkommen im Theater

Hallo, ich bin dann mal wieder so weit. Mir platzt mal wieder der Kragen. Im Angesicht von "Rechtsterrorismus und NPD-Verbot", "Rechtsterrorismus und Vorratsdatenspeicherung" und "Terrorismus sowieso und überall", schwillt und pocht meine Halsschlagader mit einer solch hohen Frequenz, dass sich beim täglichen Medienkonsum kindliches Staunen und übler Kotzreiz die Klinke in die Hand drücken. Besser noch: gute Nacht sagen. So glas- und kristall- und sonnenklar wie Guttenbergs "Finte" mit neuer Sturmfrisur und ohne Brillennase anzusehen ist, so überdeutlich entlarven sich die aktuellen Diskutanten über den "Rechtsextremismus" als große, dicke Matschbirnen selbst - und das ohne unser Zutun in Form von angemessener Gummistiefeltrampelei auf eben diesen Mußhirnen. Und das ist ziemlich schade! Nicht nur der Sauerei halber, sondern besonders aufgrund der fehlenden Weitsicht dahingehend, was hier zur Zeit unter dem Pop-Thema "Rechtsterrorismus" überhaupt an Pampelmuse diskutiert, entschuldigung, rumgerotzt wird.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Alkohol


Holzig pocht es unter den Füßen
Dort ein Loch, hier ein Spalt.
Der Gang wird unterbrochen,
hier ein Blick, nach unten – zurück.

Vergangenes schlummert dort unten,
wiegt sich im Verborgenen und kommt,
kommt wenn die Zeit steht.
Steht wenn heute Verlangen ist.

Eine Lust auf das was war,
was verpasst, geblockt, verdacht wurde.
verdammt, hart, vergessen, ausgekramt.
Vergangen und doch ganz klar - der Blick zurück.

Montag, 28. November 2011

Krieg und Ich

Es gibt Menschen die Gutes tun
und Menschen die Schlechtes tun.
Es gibt Mörder, es gibt Retter,
wir kennen Kriegslust und schauriges Schlachten,
wir kennen Mitleid und Liebe.

Im sülzigen Suff ist alles gut,
betäubt taumeln wir, angeschossen hoffen wir.
Im Schützengraben liegen wir.
Der Stahlhelm drückt an die Schläfen
und granatartig splittern die Gedanken ins Feld.
In alle Richtungen zerstreut, wird Schlechtes zu Gutem,
und das Gute, das bleibt
bleibt nur für den Augenblick.

Erst am nächsten Tag ist es dann schlechter als sonst.
So schlecht das Gewissen über die Flucht in den Graben.
Der Giftkampf im Kopf über den Sprung ins Schlachtfeld,
die Pistole an der Schläfe gleicht dem Mord,
der Marsch in den Kampf bedeutet Überleben.

Egal ob Kampf oder Flucht,
alles dreht sich ums Ich.
Krieg folgt auf Frieden
und Krieg ist immer Schrecken und Liebe,
Furcht und Mut zugleich.
Denn Krieg ist Friede für mich.

Einen Augenblick der Ruhe,
der Ruhe vor mir selbst,
vor Sinngewehren und Worthülsen,
vor zerstörerischen und halb verreckten Floskeln,
vor guten und schlechten Menschen,
vor Ich-Soldaten in Camouflage.

Es gibt Menschen die Gutes tun
und viele tun gutes.
Es gibt Menschen die Schlechtes tun
und viele tun schlechtes.

Ich töte für mich
und ich liebe für mich,
ich kämpfe und fliehe für mich
und alle tun es für sich.

Dienstag, 22. November 2011

Nix für kleine Welpen



Lange Stulpen und rasierte Beine,
Harte Jungs mit Sack an Leine.
Oh stumpfes gegröle und Bierbongmassaker,
Nutella, Nivea und Peer Mertesacker.

Die deutschen Jungs sind deutscher als alle,
Von München nach Zwickau mit Wurst und Krawalle.
Der eine Integrationsmann, der andre Schweinsteiger,
ab und zu mal nen Kopfball oder nen Tritt in die Eier.

So kicken sie bald in Zweitausendzwölfzehn,
unten im Kabinengang sitzt Lahm auf dem Töpfchen.

Die Hunde verbrannt, es schmoren die Felle,
Sport ist wieder Mord und herrlich brutzelt der Welpe.

Der Gewinner heißt Philipp und wichtig sein Fall:
Lahms großes Häufchen im Stadion,
es lebe der Fußball!

Mittwoch, 16. November 2011

Occupy Schrebergarten

Und sie demonstrieren wieder,
clevre Sprüche, fesche Lieder:
"Nehmt uns nicht die Bildung weg!"
auf Kommando angeeckt.

Bildungsstreik ist wieder da,
Kasperl tritratralala.
Kommt der Sepp mit "Bildung für alle"
gibts im Audimax Krawalle.

Aufgepasst, denkt Tante Käthe,
Machen wir ne eigne Fete.
Occupien wir doch den Garten,
wo wir uns an Möhren laben.

Und so kommt nach Castrop Rauxel,
aus Amerika, was glaubste?
Occupy den Schrebergarten,
Zizek diesmal nicht geladen.