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Montag, 14. November 2011

Keine Kinder mehr


Es ist viel zu spät.
Der Zeitpunkt verpasst, der Weg ist versperrt.
Zurück hält mich nichts mehr, es geht nur noch voran.

Viele Wege führen zum Ziel,
anfangs neblig und niemals abgeschlossen.
Eintausend Wege führen zum Ziel.
Eintausend Entscheidungen bestimmen den Weg.

Die Kunst des Kindes verloren,
mit freien Augen freie Wege zu gehen,
steuern wir auf geteerten Straßen,
können nur vor, zurück, links und rechts.
Können selten dazwischen.

Den Weg fest vor Augen,
müssen wir ihn nur sehen.
Die Herrscher im Nacken,
müssen wir ihnen nur folgen.
Verletzbar und nackt stehen wir da,
wie Kinder, die ihre Kunst vermissen.

Donnerstag, 18. August 2011

Ein Reisebericht

Morgens halb Zehn in New York. Die Stadt, die niemals schläft beherbergt doch müde Menschen. Und oh Wunder: echte Menschen. Mit Augenringen und Anzug bekleidet wandeln sie zu Starbucks. Der Europäer denkt an Starbucks und meint schlechter Kaffee bei Kette sei eine alte Geschichte. In Amerika ist sowas doch längst aus der Mode. Haste dich geschnitten, vom-Hörensagen-Weltenbummler: In Amerika ist Starbucks Religion.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Einfach mal stehenbleiben!

Konsum bis zum Erbrechen. Wie Raubtiere krallen sie sich an ihre Waren und stopfen sie in ihre Tüten für den Heimweg. Zum Privatbau, in dem sie ihr eigener Herr sind. Wo sie Familie besitzen und Macht ausüben. Ab nach Hause ohne Pause. Dort angekommen, packen sie das Erleben in dafür vorgesehene Schränkchen, Regale und Fächer. Das Ei, das nicht nur Schokolade sein kann, sondern zugleich Spielzeug sein muss. Den Bier-Mix, den Party-Mix, möglichst viel in einem Produkt. Ganze Länder in Chipspackungen. Natur in ihrer deformiertesten Form: Exotische Früchte im Früchte-Mix. Aber bitte mit Schokoglasur und davon nur drei. Dafür mit richtig viel Plastik umhüllt. Sie fordern schließlich was für ihr Geld und zollen ihrem Irrglauben damit Tribut, denn ...

Mittwoch, 23. Februar 2011

Und sonst so?

DAS schenkt man Töchterchen heute !!

Montag, 24. Januar 2011

Unterhaltung made in USA – Politik auf dem Spielfeld

Palin vor, noch ein Tor! Saftige Blutgrätsche von Obama, Palin windet sich am Boden. Fox News zeigt auf den Elfmeterpunkt. Spielvorteil: Sarah Palin. (Die Frau, die in ihrer eigenen Reality-Show mit Bären tanzt, Lachse fängt und so ganz nebenbei die Welt rettet.) Wie ein schlechtes Fußballspiel erscheint einem der politische Hickhack in den USA. Es geht vor und zurück, es wird angegriffen und verteidigt aber konstruktiv ist dieses Geplänkel nicht. Politische Tore fallen nur wenige. Es gibt keine Gewinner und keine Verlierer. Nur die ernsthafte Auseinandersetzung mit politischen Themen verlässt allmählich hinkend das Spielfeld.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Verbrauchte Verbraucher

Da ich mich ja vor kurzem schon einmal mit den Quoten unserer deutschen Fernsehlandschaft beschäftigt habe, kommt hier ein kleiner Nachtrag dazu. Es gibt im allgemeinen Senderwirrwa einen kleinen Spartensender zu finden, der sich Phoenix nennt. "Klein" nicht aufgrund seines Sendeumfangs, Produktionsaufwands oder seines Budgets. Nein, ihr habt es erraten, aufgrund seiner Quoten. Dieser Dokumentar- und Ereignissender ist am großen Medienkuchen monatlich im Schnitt mit einem Prozent Marktanteil beteiligt. Nun, warum reite ich so darauf herum? Immerhin handelt es sich ja um einen öffentlich-rechtlichen Sender und in meinem letzten Beitrag merkte ich ja bereits an, dass es eben diesen Sendern nicht ausschließlich um eine hohe Quote gehen sollte.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Frohohohe Quote...

Ho Ho Ho die Quotenzahlen sind da. Wer war dieses Jahr schön brav und hat die Wünsche seiner Kernzielgruppe am besten berücksichtigt? Es winken Geschenke in Form von einträglichen Werbeverträgen. Denn das was zählt ist die Quote und allein die Quote. Du sollst keine weiteren Qualitätsmaßstäbe neben ihr haben, Amen!

Moment was ist denn mit dem Bildungsauftrag und inhaltlichen Qualitätskriterien und...

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Update (Lehrerbrief SZ 20.12.10)

Da sind wir noch mal. Letzte Meldungen vor dem Jahreswechsel und gleichzeitig ein Update nach der berichtsarmen Feiertagszeit. Zuviel Besinnlichkeit, Familienbesuch und Lebkuchen sorgten für ausgelassene Jahresabschiedsschlemmerei. Und mit vollem Bauch schreibt es sich bekanntlich schlecht. Doch wir wollen das Jahr nicht ausklingen lassen ohne euch noch zumindest einen kleinen Denkanstoß mit auf den Weg gegeben zu haben. Glücklicherweise haben wir ja genug Kollegen, die fleißig in die Tasten gehauen haben während wir uns über Gans, Rotkohl, und Klöße hermachten.  Einen dieser Artikel wollen wir euch im Besonderen nicht vorenthalten. Er stammt aus der Süddeutschen Zeitung vom 20. Dezember:

Dienstag, 14. Dezember 2010

Julian Assange - Gandalf der Wissensgesellschaft


Mittelerde befindet sich im Chaos. Banker treiben im Lande Mordor ihr Unwesen und drehen krumme Dinger mit unsichtbarem Geld. Mysteriöse Menschen mit krummen Säbeln versetzen die Menschheit in Angst und Schrecken und die Politik kocht in ihrem Elfenbeinturm heimlich, still und leise und mit heruntergezogener Hose ihr eigenes Süppchen. Doch ein Mann ist gekommen, uns zu retten, den Politikern ihre Buchse ordnungsgemäß in die Kerbe zu knallen, den Säbelmenschen ihre Säbel wegzunehmen und für das unsichtbare Geld endlich mal normale, greifbare Güter, nämlich Koks und Nutten zu kaufen. Sein Name ist „Julian Assange“ und was kann schon „Gandalf der Graue“.

Montag, 6. Dezember 2010

Weihnachtszeit – mal durchziehen


 Die Weihnachtszeit beginnt mir eigentlich immer viel zu früh, nervt viel zu lang und ist mir viel zu aufgesetzt und zu nett. Woher kommen die Menschen mit goldig geröteten Wangen, tropfenden Nasen und scheiss heiligen Gesichtern die einem ihren Nebenplatz in der Bahn anbieten oder den Briefschlitz am Briefkasten der Deutschen Post aufhalten, damit man seine stempelartig gefertigte Weihnachtspost wie jedes Jahr an die Sippe in ganz Deutschland verschicken kann? Hätte sie die Klappe doch zufallen lassen und mir die Finger eingeklemmt! Ich sage mürrisch „Danke!“ und sie kommt mir mit „Gerne!“ Verdammt sind denn alle verrückt geworden? Oder saufen die Leute einfach zu viel Glühwein?

Dienstag, 23. November 2010

Terrorismus is back!

Liebe Leser,

angesichts der brandaktuellen Bedrohung durch den internationalen Terrorismus, sieht sich der Senfblog dazu verpflichtet euch einige wichtige Informationen zu euer aller Sicherheit und Wohlbefinden zu verkünden. Wie Innenminister de Maizière kurz vor knapp feststellt, wird in Deutschland „Ende November ein mutmaßliches Anschlagsvorhaben umgesetzt werden.“

Sonntag, 17. Oktober 2010

Social Business - die Zukunft des Wirtschaftens?

Das Konzept des Social Entrepreneurships oder auch Social Business genannt, geistert schon seit langem durch das Internet, füllt zahlreiche Blogs, lässt neue entstehen und wurde bisher fast ausschliesslich im Rahmen des noch freien Internets und in universitären Kreisen gefeiert. Mit "enorm - Wirtschaft für den Menschen" hat die Idee nun ihren ersten Unterstützer im Printbereich bekommen und macht sich fortan immer mehr im deutschsprachigen Raum breit.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Whatsons W(h)atchlist: Speakers’ Corner

Speakers´ Corner ist ein Bereich des Hyde Park in London. Hier werden von diversen Personen regelmäßig Reden abgehalten. Neben den Vertretern großer Parteien während der Wahlkampfzeit, treiben sich dort oft sehr skurrile Leute herum. Allerdings waren auch schon Karl Marx, Lenin und George Orwell hier anzutreffen. Soweit das Wikipediawissen, das ihr euch auch selbst hättet ergooglen können.

Montag, 11. Oktober 2010

Rollfeldreview

Berlin Tempelhof, ein Flughafen an dem sich die Geister scheiden, oder sollte ich sagen schieden? Immerhin rollt seit dem 30.10.2008 kein Flugzeug mehr über den innerstädtischen Start- und Landeasphalt des „City Airports“. Im April 2008 tobte eine gewaltige Schlammschlacht um den Erhalt des Flugbetriebs auf der denkmalgeschützten Anlage. Ich erinnere nur ungern an geschmacklose Wahlpropaganda dieser Tage, aber was soll’s:

Samstag, 9. Oktober 2010

Rausgekramt: Getting Up

Es wird Zeit mal mit einem zwar meist, aber dennoch nicht immer zutreffendem Vorurteil über Computerspiele aufzuräumen. Na ja zumindest bei einem Spiel, mehr fallen mir zu dem Thema nicht ein, aber sei’s drum: Es gibt Spiele die das Gefühl einer Subkultur adäquat transportieren können, ohne zu mainstream oder lächerlich zu werden!

Freitag, 1. Oktober 2010

Helme auf, Wasser marsch!

Stuttgart 21 ist ein schon lange laufendes Bauprojekt zur Verbesserung der Eisenbahninfrastruktur am Verkehrsknotenpunkt Stuttgart. Kernelement der Aus- und Umbaumaßnahmen ist die Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde, ein Prestigeprojekt, welches letztendlich 4,1 Milliarden Euro kosten wird. Die Kosten des Vorhabens sind es jedoch nicht, welche mich an diesem Thema so umtreiben, viel mehr ist es der Umgang seitens der Regierung mit der Bevölkerung und die mangelhafte Informationspolitik im Vorfeld der Auseinandersetzungen.

Attac Zeitungsfake – Klappe, die Zweite



Nachdem die Globalisierungskritiker mit ihrer Aktion vom Frühjahr 2009 begeisterten und mit 150.000 gefälschten ZEIT-Ausgaben in den Medien relativ hohe Wellen schlugen, leistet sich das Netzwerk dieser Tage einen neuen Coup: Die Financial Times bekommt für kurze Zeit einen Ableger mit dem entzückenden Titel „Financial Crimes“.

Dienstag, 28. September 2010

Der Neue ist da...

Am 01. November ist es soweit. Der Neuer Personalausweis ist da. Klein, handlich kommt er in Kreditkartengröße daher und bringt viele neue Möglichkeiten mit sich. Digitales Unterschreiben von Verträgen und einfachere Abwicklung von Onlinegeschäften sind mit ihm machbar, zudem gehören lästige Behördengänge der Vergangenheit an. Schöne neue Welt.

Sonntag, 5. September 2010

Marc Singer - Dark Days

"Dark Days" ist ein Film von Marc Singer aus dem Jahr 2000. Er dokumentiert das Leben von Menschen, die den Untergrund von New York bewohnen.

Die ersten zehn Minuten gibt`s gleich hier:


Den ganzen Film kann man sich in den Teilen eins zwei unddrei bei LiveLeak ansehen.

Mittwoch, 11. August 2010

Pomade im Haar, mei ist das nicht wunderbar?


Der leichte sprachliche Einschlag in der Headline verrät womöglich schon, wo ich mich im Moment aufhalte. Richtig ist Bayern und ja genau in München. Natürlich wo denn sonst im Freistaat. Dort wo sich die Snobs tummeln und die Bauern aus den umliegenden Ländereien zur Wiesnzeit die Theresienwiese unsicher machen. Hinzu kommen die Scharen von Sauftouristen aus aller Herren Länder, die für einige Tage Oktoberfest keine Kosten und Mühen scheuen und sogar dem Alkoholtod gelassen ins Auge sehen. Acht bis Zehn Maß gehen schon, vor allem wenn man zu Hause in Amiland light Bierwasser schlürft.